Weiselzellen

Ich habe mit Andreas nun den erstellten Ableger ein weiteres mal kontrolliert. Wie erwartet hat es jetzt am neuen Standort geklappt und es wurde nicht mehr geräubert. Futter ist genügend vorhanden und beim neuen Bruträhmchen wurden zwei schöne Weiselzellen herangezogen.

zweite Honigwabe
zweite Honigwabe mit genügend Futter
zweite Brutwabe mit Weiselzelle
zweite Brutwabe mit Weiselzelle

Bei dem Bruträhmchen, das Andreas beim ersten mal eingesetzt hat, haben wir auch eine Weiselzelle entdeckt. Es ist jedoch anzunehmen, dass bei dieser Weiselzelle die Pflege nicht ordentlich erfolgte, da zur selben Zeit geräubert wurde. Darum hat Andreas diese Weiselzelle herausgebrochen.

Brutwabe bei der Rauberei
erste Brutwabe mit Weiselzelle

Bei der nächsten Kontrolle werden wir dann sehen,
ob alles wie gewünscht gelaufen ist.

Räuberei im Juni

Gestern Abend war ich bei Andreas,
um den vor sechs Tagen erstellten Ableger zu kontrollieren.

Bei der Kontrolle des Fluglochs kam bereits der erste Verdacht auf, dass hier etwas nicht wie geplant abläuft. Bei der Durchsicht der Rähmchen war sofort klar, dass das Jungvolk ausgeraubt wurde.

Ablegerkasten
Ablegerkasten

Die von Andreas mit übersiedelten Flugbienen sind, wie bereits angekündigt, vom Ableger ausgeflogen und zu ihrem Wirtschaftsvolk zurückgekehrt. Wir sind davon ausgegangen, dass es bei der guten Tracht, die momentan vorhanden ist, nicht zu einer Räuberei kommen wird. Jedoch haben die zurückgekehrten Flugbienen von ihrem Wirtschaftsvolk Verstärkung geholt und das Jungvolk ausgeraubt.

Um diese Räuberei zu verhindern, muss Andreas den Ableger nun auf einen anderen Stand bringen, welcher sich außerhalb des Flugradius befindet. Zuvor gibt Andreas dem Ableger ein neues Bruträhmchen mit ganz jungen Larven und ein Rähmchen mit Honig, da das letzte bereits komplett ausgeräumt wurde.

Brutwabe
Brutwabe
Honigwabe
Honigwabe

Am neuen Standort müsste der Ableger nun vor Räuberei geschützt sein und das Jungvolk wird Weisezellen heranziehen.

Ableger erstellen

Gestern Abend war ich beim Wanderlehrer Andreas Brandl von den Henndorfer Imker-Neueinsteigern. Andreas hat einen Ableger von einem guten und sanftmütigen Wirtschaftsvolk erstellt und ich möchte euch zeigen, wie er dabei vorgegangen ist.

Bienenstand von Andreas Brandl
Bienenstand von Andreas Brandl

Der optimale Zeitpunkt dafür wäre im Mai gewesen, um dem Wirtschaftsvolk damit auch die Schwarmlust zu nehmen. Anfang Juni kann man aber immer noch bedenkenlos Ableger mit wenig Waben erstellen, welche sich bis zum Einwintern zu einem starken Volk entwickeln. Ein guter Effekt bei der Ablegererstellung ist, dass durch die Entnahme von verdeckelter Brut auch ein Teil der Varroamilbe entnommen wird und der Varroadruck dadurch sinkt.

Bei Andreas nehmen wir als neue Behausung für den Ableger eine Ablegerkiste für fünf Rähmchen, man könnte aber auch eine Beute für zehn Rähmchen verwenden. Hierbei ist jedoch zu empfehlen mit einem Wärmeschied zu arbeiten, damit man dem Jungvolk bei der Temperaturregulierung hilft.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird er mit seinen Imker-Anfängern das Volk in eine größere Beute übersiedeln.

Das erste von Andreas eingesetzte Rähmchen ist eines mit bereits ausgebauten Waben, man könnte stattdessen auch eines mit einer Mittelwand verwenden. Als nächstes gibt er zwei Waben mit viel verdeckelter Brut dazu.

Brutwabe mit Futterkranz
Brutwabe mit Futterkranz

Die Königin darf natürlich nicht auf diesen Waben sein!

Brutwabe mit Pollen
Brutwabe mit Pollen

Hierbei ist darauf zu achten, dass auch ganz junge Larven oder Eier dabei sind, damit die Bienen daraus eine Weiselzelle ziehen können. Anschließend gibt er noch ein Rähmchen mit genügend Pollen und ein weiteres mit Honig dazu.

Pollenwabe
Pollenwabe
Ablegerkasten
Ablegerkasten
Honigwabe
Honigwabe

Ideal wäre es jetzt, den erstellten Ableger auf einen anderen Bienenstand zu bringen, der sich außerhalb des Flugradius befindet. (ca. 3 km) Andreas verzichtet jedoch darauf und stellt den Ableger wieder am selben Standort auf. Die Flugbienen, die jetzt mit in den Ableger übersiedelt wurden, werden beim nächsten Ausflug wieder in ihre alte Behausung zurückkehren. Da die Ammenbienen die zu pflegende Brut nicht verlassen und beim Ableger jede Menge verdeckelte Brut vorhanden ist, die auch demnächst schlüpft, verfügt der Ableger aber über genügend Bienen. In zwei bis drei Stunden erkennt das neue Jungvolk, dass es ohne Königin ist und wird sofort Weiselzellen heranziehen .

Ablegerkasten im Beutenständer
Ablegerkasten im Beutenständer

In fünf bis sechs Tagen wird Andreas den Ableger kontrollieren, ob er Weiselzellen angezogen hat. Dabei wird er die älteren Weiselzellen, die bereits verdeckelt sind herausbrechen, da bei diesen Weiselzellen die Bienen bereits eine ältere Larve zur Königin heran gefüttert haben.