Varroa

Andreas Brandl mit AMO-Varroxal
Andreas Brandl bei der Varroa-Schulung

Der Imker-Neueinsteiger Kurs von Andreas Brandl, wie auch der Großteil der Imker Kurse der anderen Wanderlehrer sind schon beendet. Die Kursteilnehmer von Andreas haben jedoch um eine Zugabe gebeten und dieser Aufforderung ist er gerne nachgekommen.
Am 24. Juli hat er seine Jungimker daher ein weiteres Mal zu seinem Bienenstand geladen, um mit ihnen erneut eine Varroabehandlung in der Praxis durchzuführen.

Bienenhütte
Ameisensäurebehandlung

Andreas hat ihnen die Behandlung mit Ameisensäure vorgeführt. Er hat sich dabei für den Liebig-Verdunster entschieden, da dieser aus seiner Sicht am besten für Anfänger geeignet ist.
Beim Liebig-Verdunster ist anhand von Bildern und Tabellen genau beschrieben wie die Dosierung zu erfolgen hat. Eine Fehldosierung ist bei Einhaltung der Vorgaben kaum möglich.

Schulung Ameisensäurebehandlung
Bienenhütte

Über die Gefahren, die bei Arbeiten mit Ameisensäure bestehen, wie auch über die Notwendigkeit des Tragens angemessener Schutzausrüstung, wurde gesprochen.

Da sich Andreas nur auf die Behandlung mit Ameisensäure beschränkt, führt der untenstehende Link zu einem Erfahrungsbericht über das Behandlungsmittel Api Life Var von den beiden langjährigen Imkermeistern Gerhard Hinterhauser und Matthias Fink.

Pro und Kontra in der Varroabekämpfung

Zum Abschluss hat Andreas noch die Wichtigkeit der Varroakontrolle hervorgehoben. Durch die ständigen Kontrollen lässt sich abschätzen, ob noch weitere Behandlungen vonnöten sind.

Varroa unter dem Mikroskop
Varroa Milbe von oben
Varroa unter dem Mikroskop
Varroa-Milbe von unten

Königin

Königin vom Ableger
junge Königin

Am Donnerstag, den 4 Juli, zeitig in der Früh,
wo die Bienen noch nicht geflogen sind,
habe ich den Ableger zum Bienenstand von Andreas zurückgebracht.
Am Abend haben die Imker-Neueinsteiger mit Andreas dann den Ableger kontrolliert.

Ableger Kontrolle
Ableger wird kontrolliert

Die Bienen haben reichlich Nektar eingetragen und der Ableger braucht nun dringend mehr Platz.
Sofort haben die Imker Schüler begonnen den Ableger in eine Beute für zehn Rähmchen zu übersiedeln.

Ableger in Beute
Ableger wird in eine Beute übersiedelt

Dabei wurde sofort festgestellt, dass die junge Königin bereits Eier in die Zellen abgelegt hat.

bestiftete Zellen
frisch bestiftete Zellen

Einen Augenblick später wurde auch die Königin entdeckt.
Das wurde sofort genutzt um die junge Königin mit der Jahresfarbe Grün zu markieren.

Königin wird markiert
junge Königin wird gezeichnet

Danach wurde die Beute mit unausgebauten Mittelwänden aufgefüllt.

Ableger in Beute
übersiedelter Ableger in Beute

Am nächsten Tag, nachdem sich das Jungvolk vom Übersiedeln beruhigt hat, bin ich nochmals zum Bienenstand gefahren.
Andreas hat die Situation, dass das Jungvolk momentan ohne Brut ist,
genutzt und hat die Bienen sofort mit Bienenwohl behandelt.

Jungvolk Behandlung
Behandlung des Jungvolks

Das von den Henndorfer Imker-Anfängern erstellte Jungvolk wird auch beim Königinnenfest am 13. Juli 2019 in Koppl vor Ort sein.

Weiselzellen

Ich habe mit Andreas nun den erstellten Ableger ein weiteres mal kontrolliert. Wie erwartet hat es jetzt am neuen Standort geklappt und es wurde nicht mehr geräubert. Futter ist genügend vorhanden und beim neuen Bruträhmchen wurden zwei schöne Weiselzellen herangezogen.

zweite Honigwabe
zweite Honigwabe mit genügend Futter
zweite Brutwabe mit Weiselzelle
zweite Brutwabe mit Weiselzelle

Bei dem Bruträhmchen, das Andreas beim ersten mal eingesetzt hat, haben wir auch eine Weiselzelle entdeckt. Es ist jedoch anzunehmen, dass bei dieser Weiselzelle die Pflege nicht ordentlich erfolgte, da zur selben Zeit geräubert wurde. Darum hat Andreas diese Weiselzelle herausgebrochen.

Brutwabe bei der Rauberei
erste Brutwabe mit Weiselzelle

Bei der nächsten Kontrolle werden wir dann sehen,
ob alles wie gewünscht gelaufen ist.

Räuberei im Juni

Gestern Abend war ich bei Andreas,
um den vor sechs Tagen erstellten Ableger zu kontrollieren.

Bei der Kontrolle des Fluglochs kam bereits der erste Verdacht auf, dass hier etwas nicht wie geplant abläuft. Bei der Durchsicht der Rähmchen war sofort klar, dass das Jungvolk ausgeraubt wurde.

Ablegerkasten
Ablegerkasten

Die von Andreas mit übersiedelten Flugbienen sind, wie bereits angekündigt, vom Ableger ausgeflogen und zu ihrem Wirtschaftsvolk zurückgekehrt. Wir sind davon ausgegangen, dass es bei der guten Tracht, die momentan vorhanden ist, nicht zu einer Räuberei kommen wird. Jedoch haben die zurückgekehrten Flugbienen von ihrem Wirtschaftsvolk Verstärkung geholt und das Jungvolk ausgeraubt.

Um diese Räuberei zu verhindern, muss Andreas den Ableger nun auf einen anderen Stand bringen, welcher sich außerhalb des Flugradius befindet. Zuvor gibt Andreas dem Ableger ein neues Bruträhmchen mit ganz jungen Larven und ein Rähmchen mit Honig, da das letzte bereits komplett ausgeräumt wurde.

Brutwabe
Brutwabe
Honigwabe
Honigwabe

Am neuen Standort müsste der Ableger nun vor Räuberei geschützt sein und das Jungvolk wird Weisezellen heranziehen.

Ableger erstellen

Gestern Abend war ich beim Wanderlehrer Andreas Brandl von den Henndorfer Imker-Neueinsteigern. Andreas hat einen Ableger von einem guten und sanftmütigen Wirtschaftsvolk erstellt und ich möchte euch zeigen, wie er dabei vorgegangen ist.

Bienenstand von Andreas Brandl
Bienenstand von Andreas Brandl

Der optimale Zeitpunkt dafür wäre im Mai gewesen, um dem Wirtschaftsvolk damit auch die Schwarmlust zu nehmen. Anfang Juni kann man aber immer noch bedenkenlos Ableger mit wenig Waben erstellen, welche sich bis zum Einwintern zu einem starken Volk entwickeln. Ein guter Effekt bei der Ablegererstellung ist, dass durch die Entnahme von verdeckelter Brut auch ein Teil der Varroamilbe entnommen wird und der Varroadruck dadurch sinkt.

Bei Andreas nehmen wir als neue Behausung für den Ableger eine Ablegerkiste für fünf Rähmchen, man könnte aber auch eine Beute für zehn Rähmchen verwenden. Hierbei ist jedoch zu empfehlen mit einem Wärmeschied zu arbeiten, damit man dem Jungvolk bei der Temperaturregulierung hilft.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird er mit seinen Imker-Anfängern das Volk in eine größere Beute übersiedeln.

Das erste von Andreas eingesetzte Rähmchen ist eines mit bereits ausgebauten Waben, man könnte stattdessen auch eines mit einer Mittelwand verwenden. Als nächstes gibt er zwei Waben mit viel verdeckelter Brut dazu.

Brutwabe mit Futterkranz
Brutwabe mit Futterkranz

Die Königin darf natürlich nicht auf diesen Waben sein!

Brutwabe mit Pollen
Brutwabe mit Pollen

Hierbei ist darauf zu achten, dass auch ganz junge Larven oder Eier dabei sind, damit die Bienen daraus eine Weiselzelle ziehen können. Anschließend gibt er noch ein Rähmchen mit genügend Pollen und ein weiteres mit Honig dazu.

Pollenwabe
Pollenwabe
Ablegerkasten
Ablegerkasten
Honigwabe
Honigwabe

Ideal wäre es jetzt, den erstellten Ableger auf einen anderen Bienenstand zu bringen, der sich außerhalb des Flugradius befindet. (ca. 3 km) Andreas verzichtet jedoch darauf und stellt den Ableger wieder am selben Standort auf. Die Flugbienen, die jetzt mit in den Ableger übersiedelt wurden, werden beim nächsten Ausflug wieder in ihre alte Behausung zurückkehren. Da die Ammenbienen die zu pflegende Brut nicht verlassen und beim Ableger jede Menge verdeckelte Brut vorhanden ist, die auch demnächst schlüpft, verfügt der Ableger aber über genügend Bienen. In zwei bis drei Stunden erkennt das neue Jungvolk, dass es ohne Königin ist und wird sofort Weiselzellen heranziehen .

Ablegerkasten im Beutenständer
Ablegerkasten im Beutenständer

In fünf bis sechs Tagen wird Andreas den Ableger kontrollieren, ob er Weiselzellen angezogen hat. Dabei wird er die älteren Weiselzellen, die bereits verdeckelt sind herausbrechen, da bei diesen Weiselzellen die Bienen bereits eine ältere Larve zur Königin heran gefüttert haben.

Endlich wieder Flugwetter

Am Freitag, den 17. Mai nachmittags war ich bei unserem Landesobmann Wilhelm Kastenauer und seinen Imker-Neueinsteigern in Obertrum.

Wilhelm Kastenauer mit den Imker-Neueinsteigern
Bienenstand Obertrum

Bei bestem Wetter konnte Willi mit seinen Schülern alle anstehenden Arbeiten durchführen. Um das Schwärmen zu verhindern wurde bei einem starken Volk ein Flugling erstellt und bei den anderen Völkern wurden biotechnische Maßnahmen durchgeführt, um den Varroadruck zu mindern. Hierbei wurde Drohnenbrut herausgeschnitten und ein Ableger erstellt, da durch die Brutentnahme immer auch die Varroamilbe mit entnommen wird. Diese Maßnahmen ersetzen aber keinesfalls die Varroa-Hauptbehandlung im Juli.

Nach den Arbeiten am Bienenstand wurden im Lehrsaal in Obertrum noch die durchgeführten Arbeiten theoretisch wiederholt und vertieft.

Wilhelm Kastenauer mit den Imker-Neueinsteigern
Lehrsaal Obertrum

Am 26. Mai ist österreichweit der Tag des offenen Bienenstocks,
erkundige dich ob diese Aktion auch in deinem Ort durchgeführt wird.

Ich werde mit dem Wanderlehrer Andreas Brandl von der Imker-Neueinsteigergruppe Henndorf und dem Henndorfer Imkerverein am Sonntag ab 10.00 Uhr im Ruhepark bei der Blühwiese mit dabei sein.
Wir würden uns auf deinen Besuch freuen.