Weltbienentag 2020

Heute ist der 20. Mai und somit der Weltbienentag 2020!

Ich nutze diesen Anlass, um euch ein bisschen über die Anfänge der Bienenhaltung zu informieren:

Die Jagd auf Honig gibt es schon seit sehr langer Zeit, sie hat sich nur über die Jahre deutlich verändert.

Höhlenmalerei Honigjäger
Höhlenmalerei Honigjäger mit Bienen

Die ersten Malereien von Honigjägern sind in den Jahren 12.000 bis 7.000 vor Christus in Spanien entstanden. Die erste Blütezeit erlebte die Imkerei um 3.000 v.Chr. im alten Ägypten. Dort wurde Honig als die „Speise der Götter“ bezeichnet, die Griechen nannten ihn „flüssiges Gold“. Dadurch wird deutlich klar, welchen Stellenwert Honig zu dieser Zeit hatte.

37 bis 29 v. Chr. verfasste der römische Epiker Vergil das Lehrgedicht Georgica, in dem im 4. Gesang die Haltung von Bienen in 566 Versen beschreibt.

Waldimkerei der Zeidler
Waldimkerei der Zeidler

Die ersten Imkerorganisationen entstanden im 14. Jahrhundert in Form der Zunft der Zeidler. Die Zunft war hochangesehen, da sie der einzige Lieferant für Bienenwachs war, das zur Herstellung von Kerzen benötigt wurde. Aus diesen Grund waren in vielen mittelalterlichen Klosteranlagen Imkereien zu finden. Zunftangehörige genossen zahlreiche Privilegien und hatten sogar eine eigene Gerichtsbarkeit.

Kaiserin Maria Theresia gründete Ende des 18. Jahrhunderts die weltweit erste staatliche Bienenzuchtschule in Wien. Absolventen dieser Schule durften sich als „Wanderlehrer“ bezeichnen und hatten die Aufgabe Neuerungen in der Bienenzucht auf ihrer Wanderung durch Österreich in den Vereinen vorzutragen. Der Begriff des Wanderlehrers ist heute nur in Österreich bekannt.

In den letzten 200 Jahren verlor die Imkerei stark an Bedeutung. Durch die Entdeckung des Rübenzuckers war Bienenhonig nicht mehr die einzige Süßungsquelle. Durch die industrielle Produktion von Kunstwachsen wurde auch Bienenwachs für die Kerzenproduktion entbehrlich. Durch den überhand nehmenden Gebrauch von Zucker, den damaligen Kriegen und den veränderten Kulturverhältnissen ging die Bienenhaltung immer weiter zurück und wurde von einem ertragreichen Berufszweig zu einem vernachlässigten Nebenerwerb in der Landwirtschaft.

Erst in den letzten Jahren entwickelt sich der Trend wieder mehr zur Natur und die Imkerei gewinnt zunehmend an Bedeutung. Honig gilt mittlerweile nicht mehr nur als Süßungsmittel oder Brotaufstrich, sondern wird auch in der Homöopathie sehr gerne angewendet. Durch zahlreiche enthaltene Vitamine und Nährstoffe, gilt er als Stärkungsmittel und bewährtes Naturheilmittel.


Ich hoffe, dass ihr durch diese kurze Zusammenfassung einen Überblick über die Geschichte der Imkerei gewonnen habt. Alle Informationen und die genutzten Quellen könnt ihr nochmal genauer in dem hier verlinkten Bericht „Mensch und Biene in der Geschichte“ nachlesen, den ihr auch auf der Hompage des Imkerhof Salzburg finden könnt.

Quelle: Mensch und Biene in der Geschichte

Ich wünsche euch noch einen schönen Weltbienentag 2020!

Eure Julia ♥

Quellen:

  • Armbruster L. 1919, „Die Bienenkunde des Aristoteles und seiner Zeit 1/6“
  • Armbruter L. 1940, „Zur Bienenkunde des Mittelalters 1/3“
  • Prosser 1915, „Geschichte der Bienenzucht in Österreich“
  • Ruttner F. 1992, „Naturgeschichte der Honigbienen“
  • Menzel A. 1869, „Die Bienen und ihre Beziehung zur Kulturgeschichte“, Zürich
  • „Mensch und Biene in der Geschichte“, 20.05.2020: http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/images/downloads/lehrreferat/_13_jugend%20cd_2.5.5%20mensch%20und%20biene%20in%20der%20geschichte.pdf

Autor: Julia Promok

Laborleitung Honiglabor, Leitung Media und Marketing Imkerhof Salzburg